DRK-Regenbogen-Kindergarten
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27.04.2018
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Sprachförderung nach Delfin 4

Der Stellenwert von Sprache in der heutigen Zeit
Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Sprechen setzt Denkprozesse in Gang und bildet die Grundlage für alle Bildungsprozesse. Nur was ich durch Sprache ausdrücken und mitteilen kann, kann ich erleben und begreifen.
"Die Grenzen meiner Sprache, sind die Grenzen meiner Welt." dieses Zitat von Ludwig Wittgenstein zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert Sprache schon immer in der Geschichte der Menschheit hatte und immer noch hat.

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft ist es wichtiger denn je, einen umfassenden Wortschatz und ein gutes Maß an sprachlicher Gewandheit zu besitzen. Da eine entsprechende Entwicklung bereits in der frühen Kindheit abläuft ist es umso wichtiger, diese Entwicklung positiv und möglichst vielseitig zu unterstützen.

Nachdem im Jahr 2000 die PISA Studie ein mangelhaftes Bild der deutschen Jugend im Bereich Sprache ergab, wurde die Förderung der frühkindlichen Sprachentwicklung zum Schwerpunkt der Bildungspolitik. "Sprachkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz. Von ihr hängen Persönlichkeitsentwicklung sowie die Bildungsprozesse junger Kinder entscheidend ab. Kinder die in Deutschland aufwachsen, sich aber nicht gut im Deutschen ausdrücken können, haben deshalb häufig eingeschränkt Entwicklungs- und Bildungschancen." (Fried 2006)



Zielgruppe und Zielsestzung
In unserer Einrichtung durchlaufen alle Kinder, zwei Jahre vor der Einschuklung, das Screeninverfahren "Delfin 4". Durch diese Sprachstanderhebung werden die Kinder mit einem zusätzlichen Förderbedarf ermittelt.
Die Kinder die eine zusätzliche Sprachförderung benötigen werden dann entweder gruppenintern oder in leistunghomogenen Gruppen je nach Sprachniveau zusammengestellt.
Ziel ist es, den Kindern eine umfassende Sprachförderung durch spielerische Übungen zuteil werden zu lassen. Zusätzlich findet im Gruppenalltag für alle Kinder Sprachförderung statt.



Inhalte und methodisches Vorgehen
In den Sprachfördereinheiten orientieren wir uns an dem individuellen Förderbedarf er einzelnen Kinder und passen die Übungen den verschiedenen Leistungsniveaus der Kinder an. Zudem achten wir dadrauf in allen Übungen einen thematischen Bezug zur Lebenswelt der Kinder zu schaffen und ihnen die Lerninhalte auf spielerische Weise zu vermitteln.

Zu allen Themenbereichen finden umfassende Übungen zum Aufbau des Wortschatzes statt. Dazu eignen sich besonders Dialogische Bilderbuchbetrachtungen sowie die Arbeit mit Wimmelbüchern, Postern und Bildkarten. Diese fördern gleichzeitig das Sprachvertändins und regen ein freies Erzählen, also den aktiven Sprachgebrauch an. Zu jedem der folgenden Themen werden im Vorfeld einige Zielworte sowie deren Synonyme festgelegt, die nach Abschluss der Einheiten im Vokabular der Kinder angelegt sein sollten. Wiederkehrende Themen sind beispielsweise: Ich und mein Körper, Feste und Feiern im Jahreslauf, Kindergartenalltag, Tiere auf dem Bauernhof/ im Zoo/ im Meer..., rund herum in meiner Stadt, Kleidung, etc. .

In erster Instanz greifen wir dann auf die bereits vorhandenen Erfahrungen der Kinder zurück um jedem von ihnen Anknüpfungspunkte zu bieten an denen es eigene Aussagen, Erfahrungen und Ideen anschließen kann. Um eine ganzheitliche und umfassende Sprachförderung zu gewährleisten, bearbeiten wir alle Themen unter zu Hilfenahem verschiedener Methoden. Ausflüge z.B. zum Wochenmarkt, Bücherei und Bewegungsangebote in der Turnhalle gehören ebenso zum Repertoire wie Gesellschaftsspiele, Bilderbücher, Bildkarten oder Arbeitsblätter. Da jedes Kind über eine eigene Mappe verfügt in die z.B. Kopien von Bildergeschichten, Liedertexte, Reime etc. eingeheftet werden, erhalten Eltern einen guten Überblick über die Lernfortschritte der einzelen Kinder sowie einen Einblick in unsere Arbeitsweise.
Diese Dokumentation ermöglicht uns ebenfalls eine individuellere Förderung, da wir den Kindern zusätzlich Material mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung stellen um ihre Eigenaktivität anzuregen.

An die Wortschatzerweiterung schließen Übungen zur Morphologie und Syntax sowie zum Grammatikerwerb an. In unserer Arbeit achten wir auf offene Fragestellungen und fordern die Kinder regelmäßig zum freien Erzählen auf. Dadurch unterstützen wir ein positives Selbstwertgefühl und die Sprachkompetenz der Kinder.Deren Verfeinerung und Vertiefung findet in Übungen zu den Präpositionen, Adjektiven, Pluralbildung, Silben Segmentierung, Anlaute erkennen, Verben beugen etc. statt. Auch Übungen zur phonologischen Bewusstheit durch Reime, Lieder, Fingerspiele usw. werden aufgenommen. Durch regelmäßige Wiederholungen erhalten die Kinder die Möglichkeit das Gelernte zu begreifen und zu festigen. Zusätzlich werden einige Übungen auch im Gruppenalltag aufgegriffen, wodurch die Kinder positive Erfahrungen in der Großgruppe sammeln können.







Rahmenbedingungen
Idealerweise arbeiten wir mit Kleingruppen von drei bis vier Kindern. Einmal wöchentlich steht uns der Logopädieraum zur Verfügung. Dieser liegt im oberen Stockwerk des Kindergartens und ist dem Spielplatz abgewandt, so dass wir mit den Kindern einen wirklich ruhigen Rückzugsraum zum Arbeiten und lernen haben. Um den eher negativ behafteten Begriff der "Fördergruppe" zu relativieren, bieten wir den Kindern einen"Sprechspatzen Club", ein Forum in dem sie Mitglieder einer besonderen Gruppe sind.

Durch den Einsatz der Handpuppe "Pepe" den Sprechspatzen haben die Kinder ein festes Symbol, ein Maskotchen, das sie zu den Treffen der Sprechspatzen abholt. Um eine Identifikation/ eine Zugehörigkeit zu den Sprechspatzen zu unterstützen, bekommt jedes Kind zu Beginn (seiner Sprechspatzen - Karriere) einen speziellen Sprechspatzen - Ausweis. Auch bekommen die Kinder eine eigene Sprechspatzen - Mappe in der Arbeitsblätter, Bildergeschichten, etc. abgeheftete werden.

Da Sprachförderung ein langfristiger und zeitintensiver Prozess ist findet sie bei uns nicht nur in abgehackten Trainigseinheiten einmal pro Woche statt, sondern zu jeder Zeit auch im Gruppenalltag. Aktivitäten, Bastelangebote und Projekte werden sprachlich begleitet und mit den Kindern besprochen.

Bei Bilderbuchbetrachtungen und der Arbeit mit dem
Kamishibai (Erzähltheater) steht der sprachliche Aspekt genauso im Vordergrund wie beim Morgenkreis in dem Lieder, Fingerspiele, Reime, Erzählrunden oder die Geschichtensäckchen einen festen Platz haben. Auch Rollenspiele, gemeinsame Beobachtungen z.B. von Naturphänomenen aber auch die täglichen Situationen beim Frühstück oder Mittagessen bieten Gesprächsanlässe.
Dabei ist immer zu beachten, dass wir als sprachliche Vorbilder agieren. Kinder lernen am Modell und übernehmen häufig auch typische Floskeln die wir im Alltag verwenden.
Der Verantwortung, die uns damit, obliegt, müssen wir uns unbedingt bewusst sein, um den Kindern als positives Sprachvorbild zu dienen. Eine Reflexion der eigenen Sprachnutzung kann z.B. unterstützt durch Video- oder Tonaufnahmen, sehr hilfreich sein.



Qualifizierung und Kooperation
Die Sprachstandserhebung Delfin 4 wird durch eine Vertretung der Grundschule (Lehrer/ Lehrerin) sowie zwei speziell geschulte Fachkräfte für Sprachförderung durchgeführt.
In einem 18 monatigen Aufbaubildungsgang wurden die Fachkräfte an der evangelischen sozialpädagoischen Ausbildungsstätte in Münster in neun Modulen geschult.
Die Inhalte der Ausbildung umfassten: Sprachliche Bildung, Interkulturelle Erziehung, sprachliche Sozialisation, Kommunikation und Gesprächsführung, Diagnostik, Sprachförderung, Delfin 4 etc. .
die Ausbildung wurde mit einem Zertifikat abgeschlossen.


Zusätzliche Kräfte
In unserer Einrichtung arbeitet eine Logopädin die für die Kinder der Sprachheilgruppe zuständig ist. Darüber hinaus ergibt sich im Alltag eine enge Zusammenarbeit mit den Fachkräften für Sprachförderung.



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